Persönliche Beratung in angenehmer Atmosphäre

Für Ihr Wohlbefinden

Mädchensprechstunde

Mädchen werden zu Frauen – diese vulnerable Zeit ist mir als Mama einer Tochter besonders wichtig. Den ersten Besuch bei einer Frauenärztin möchte ich für meine Mädchen äußerst behutsam gestalten:

Dein erster Frauenarztbesuch soll entspannt sein und im Ablauf deinen Wünschen entsprechen. Wenn du magst, kannst du mir im Vorfeld in einem Mail schon deine Fragen, Wünsche und Vorstellungen übermitteln. Der erste Besuch bei mir kann also ein informatives Gespräch über körperliche Veränderungen, über den weiblichen Zyklus, Regelbeschwerden, über mögliche Verhütungsmittel und deren Sicherheit oder was immer dich beschäftigt, sein. Natürlich behandle ich unser Gespräch streng vertraulich.

Wenn es dir ein Gefühl der Sicherheit gibt, kannst du auch gerne eine Vertrauensperson mitbringen. Gerne zeige ich dir Untersuchungsinstrumente, den gynäkologischen Untersuchungsstuhl und erkläre dir den Ultraschall. Falls du das möchtest, kann ich im Anschluss deine erste, sehr vorsichtige und schmerzfreie gynäkologische Untersuchung durchführen.

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Verhütung

Im Bereich der Lebens- bzw. Familienplanung spielt die passende Verhütungsmethode eine wesentliche Rolle.

Mittlerweile gibt es vielfältige Möglichkeiten, wobei nicht jede Verhütungsmethode pauschal zu jeder Frau und deren Lebenssituation passt. Vor allem haben Verhütungsmittel neben der kontrazeptiven Wirkung auch Nebeneffekte, welche wiederum im positiven Sinn genützt werden können.

So kann der hormonelle Einfluss bei schmerzhafter Menstruation, bei Blutungsstörungen, bei Endometriose, bei Wechselbeschwerden, bei Akne und vielen anderen Krankheitsbildern lindernd und stabilisierend genutzt werden. Ich freue mich bereits auf ein evaluierendes Gespräch, um eine für Sie optimale Verhütungsmethode zu wählen.

Grundsätzlich sind hormonelle Verhütungsmethoden von Hormonfreien zu unterscheiden.


Hormonelle Verhütungsmethoden

Die Pille ist eine der häufigsten und beliebtesten Methoden zur Schwangerschaftsverhütung und zählt zu den sehr sicheren Verhütungsmitteln. Voraussetzung ist die tägliche Einnahme zur gleichen Tageszeit ausgenommen der Pillenpause.

Die klassische Pille enthält die Sexualhormone Östrogen und Gestagen und wird deshalb auch als Kombinationspräparat oder Mikropille bezeichnet. Pillen, welche ausschließlich Gestagene enthalten sind Mini-Pillen. Diese Pillen werden ohne Pause eingenommen und überwiegend bleibt die Regelblutung bei den Anwenderinnen aus.

Die vielen Arten der Antibabypillen unterscheiden sich aufgrund der Wirkstoffkonzentration, vorwiegend jedoch aufgrund der Art des Gestagens. Die unterschiedlichen Gestagene haben unterschiedliche Zusatzeffekte, die zur Entscheidung der geeignetsten Pille herangezogen werden.

Die Antibabypille beeinflusst aber auch die Bluterinnung, indem sie die Gerinnungsfreudigkeit des Blutes erhöht und somit ein gering erhöhtes Risiko für die Entstehung einer tiefen Venenthrombose oder gar einer Embolie resultiert.

Zur Risikoeinschätzung kann vor Einnahme einer Pille eine Abklärung in einer Gerinnungsambulanz durchgeführt werden.

Weitere unerwünschte Nebenwirkungen können Gemütsverstimmungen/Depressionen, Zwischenblutungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Heißhungerattacken, sexuelle Unlust und Wassereinlagerungen sein.

 

Als besondere Form der Applikation jedoch in gleicher Wirkungsweise wie die Antibabypille, kann ein Verhütungspflaster oder ein Vaginalring angewendet werden. Die Hormone werden über Haut bzw. beim Vaginalring über die Vaginalschleimhaut aufgenommen. Die Anwendung erfolgt über 21 Tage mit anschließender 7-tägiger Pause, wobei das Pflaster und der Ring wöchentlich gewechselt werden müssen.

Die Hormonspirale wird in die Gebärmutterhöhle eingesetzt und setzt hier aufgrund seiner Depotwirkung minimale Dosen des Gestagen Levornogestrel frei.

Sie zählt zu den sichersten Verhütungsmitteln und hat nur geringe Nebenwirkungen, da die Hormone vorwiegend in der Gebärmutter wirken und nur 2% in den Körper gelangen.

Durch den Effekt von Levornogestrel wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt, weshalb sich die Hormonspirale zur Behandlung von Endometriose hervorragend eignet. Auch bei Dysmenorrhoe oder wechselbedingten stärkeren Blutungen kann die Hormonspirale zur Symptomlinderung eingesetzt werden.

 

Aktuell gibt es 3 Varianten der Hormonspirale.

Je nach Bedürfnis der Frau, vor allem bei Frauen die noch keine Kinder geboren haben, kann eine der beiden kleineren Spiralen (Jaydess, Kyleena) eingelegt werden. Die Größe ist identisch, wobei die Jaydess ein Hormondepot für drei Jahre und die Kyleena für 5 Jahre hat. Nach Einlage einer Hormonspirale kann es in den ersten 3 Monaten zu Schmierblutungen kommen.

Während der Anwendung der Jaydess, bleibt meist eine abgeschwächte Regelblutung. Bei der liegenden Kyleena kommt es im Vergleich zur Jaydess seltener zur Menstruationsblutung.

Meist haben die Frauen die sich für die Mirena entscheiden nach einigen Zyklen keine Menstruationsblutungen mehr.

Das Hormonstäbchen besteht aus weichem Kunststoff und hat wie die Hormonspirale eine Depotwirkung mit dem Gestagen Etonogestrel. Das Stäbchen wird direkt unter die Haut an der Innenseite des Oberarms implantiert, wo es kontinuierlich Hormone freigibt und für 3 Jahre einen Verhütungsschutz bietet.

Der Verhütungsschutz resultiert daraus, dass durch den Effekt der Hormone das Sekret im Gebärmutterhals verdickt und Samenzellen nicht in die Gebärmutter gelangen. Weiters unterdrückt Etonogestrel den monatlichen Eisprung an den Eierstöcken.

Generell erweist sich dieses Hormon als sehr gut verträglich. Bei Anwenderinnen des Implanons kann es zu Zwischenblutungen, zu Unregelmäßigkeiten oder zum Ausbleiben der Monatsblutung kommen.

Dieses Verhütungsmittel wird in Form einer Spritze alle 3 Monate appliziert und enthält das Gestagen Medroxyprogesteronacetat. Auch dieses Hormon macht das Zervixsekret im Gebärmutterhals zäher um für Samenzellen nicht durchgängig zu sein und versetzt die Eierstöcke sowie die Gebärmutterschleimhaut in eine Art „Winterschlaf“.

Diese Methode ist zum Beispiel zur Blutungsregulierung bei wechselbedingten, verstärkten Monatsblutungen geeignet, da diese schließlich völlig ausbleiben. Allerdings ist bei diesem Verhütungsmittel aufgrund der hormonbedingten Abnahme der Knochendichte je nach Anwendungsdauer auf eine regelmäßige Knochendichtemessung zu achten.


Hormonfreie Verhütungsmittel

Diese Verhütungsmethoden sind besonders bei Frauen beliebt, die über einen längeren Zeitraum hormonfrei verhüten wollen.

Da hormonfreie Verhütungsmittel nicht in den natürlichen Zyklus und die natürliche Fruchtbarkeit der Frauen eingreifen, bleiben unerwünschte Nebenwirkungen wie zum Beispiel Wassereinlagerungen, Gemütsverstimmungen, Kopfschmerzen und Libido Verlust aus. Frauen berichten dadurch leichter ihre innere Balance zu halten.

Bei Frauen mit bekannter Gerinnungsstörung sind generell hormonfreie Verhütungsmittel empfohlen, um eine Thrombose oder Embolie zu vermeiden.

Jedoch haben hormonfreie Methoden ebenso Nachteile. So können Anwenderinnen einer Kupferspirale, einer -kette oder eines -balls vorübergehend aber auch dauerhaft unter verstärkten Monatsblutungen oder auch Zwischenblutungen leiden.

Bei der Kupferspirale handelt es sich um einen Plastikträger, welcher mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Die verhütende Wirkung ist dabei das Kupfer, da kleinste Mengen von Kupfer Ionen kontinuierlich an die Gebärmutter abgegeben werden. Dies bewirkt eine Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Weiter wird die Beweglichkeit der Spermien gehemmt und die Spermien-Eizell-Interaktion gestört, um eine Befruchtung zu verhindern.

Die Kupferspirale bietet für 3 Jahre einen sicheren Verhütungsschutz.

 

Kupferspiralen beinhalten auch die Möglichkeit einer Notfallverhütung, sozusagen „die Spirale danach“. Diese muss bis spätestens dem 5.Tag nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden und bietet einen höheren Schutz als die Pille danach.

Die Goldspirale unterscheidet sich dadurch, dass der Plastikträger mit einem Gold-/ Kupferdraht ummantelt ist. An manchen Goldspiralen befinden sich Goldringe an den Seitenarmen oder sind mit Gold-Clips bestückt.

Das Gold bewirkt zusätzlich eine Orientierungsbeeinträchtigung der Spermien. Weiter wird dem Gold eine fungizide und antibakterielle Wirkung zugeschrieben.

Die Goldspirale bietet für 5 Jahre einen sicheren Verhütungsschutz.

Spiralen gibt es mittlerweile in verschiedenen Größen (Minispiralen) und Formen, sodass die Spirale den anatomischen Gegebenheiten der Frau angepasst werden kann. Dies unterstützt auch eine bessere Verträglichkeit.

Die Spirale wird nach medikamentöser Vorbereitung direkt in die Gebärmutter eingesetzt und kommt vor den Abgängen der Eileiter zu liegen. Ungefähr 6 Wochen nach Einlage der Spirale wird eine Lagekontrolle durchgeführt, da es zum Verrutschen bis hin zur Ausstoßung der Spirale kommen kann. Durch eine Dislokation wäre der sichere Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet.

Bei der Kupferkette (GynefixÒ) handelt es sich um einen feinen Faden an dem am Ende vier Kupferperlen aufgereiht sind. Diese Perlen geben Kupfer Ionen an das umliegende Gewebe ab und ähneln somit der Wirkungsweise einer Kupferspirale. Durch die rahmenlose Form passt sich das Kettchen sehr gut an die anatomischen Bedingungen an. Das GynefixÒ muss an der Gebärmutterwand verankert werden, was eine Mindestdicke dieser erfordert.

Diese Verhütungsmethode eignet sich für jede Frau jeden Alters und bietet einen Schutz für 5 Jahre.

Der Kupferperlenball oder Intrauterinball (IUBÒ) ist eine Kupferspirale in der Form eines Balles. Er besteht aus einem Nitinoldraht, auf welchem mehrere kleine Kupferperlen angeordnet sind. Auch diese geben Kupfer Ionen an die Umgebung ab und wirken ähnlich der Kupferspirale einnistungsunfreundlich auf die Gebärmutterschleimhaut und Beweglichkeitshemmend auf die Spermien.

Aktuell sind drei verschiedene Größen der IUBÒ erhältlich. Als unerwünschte Nebenwirkungen können ebenso verstärkte Monatsblutungen oder Zwischenblutungen auftreten. In den ersten Studien wurde eine relativ hohe Ausstoßungsrate (14%) verzeichnet, sodass regelmäßige Lagekontrollen sehr wichtig sind.

Das IUBÒ bietet einen Verhütungsschutz für 5 Jahre.

Ich habe die Pille vergessen, was mache ich jetzt?
Antworten darauf finden Sie in meinem Lesebereich unter Pille vergessen – was nun?

Dr. Andrea Scharler
Fachärztin für Frauenheilkunde
Private Ordination

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